Der Berliner Pianist RALPH NEUBERT war schon als Jugendlicher Bundespreisträger „Jugend
musiziert“ und Jungstudent an der Hochschule der Künste Berlin. Die Studienstiftung des
Deutschen Volkes förderte ihn durch ein Stipendium.
Seine Ausbildung erhielt er an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo er in der
Klasse des weltweit renommierten Professors Karlheinz Kämmerling studierte. Er ist Preisträger
mehrerer Wettbewerbe, darunter des Carl Bergman-Wettbewerbs und erhielt den Preis des
Internationalen Westfälischen Musikfestivals. Seit 2009 in Erfurt als Studienleiter engagiert, komponierte er kürzlich als Auftragswerk des Theaters die Oper "Die Stimme der Meerjungfrau".
Eine rege Konzerttätigkeit führte Ralph Neubert zu vielen deutschen Orchestern und Festivals
und darüber hinaus nach Österreich und Japan.
Als Solist arbeitete er u.a. mit der Westfälischen Philharmonie Herford, den Erfurter
Philharmonikern, der Badischen Philharmonie Pforzheim, dem Philharmonischen Orchester
Würzburg und den Bremerhavener Philharmonikern unter der Leitung von Joshard Daus, Will
Humburg, Samuel Bächli, Enrico Calesso, Marc Niemann und Joana Mallwitz. 
2023 brachte er zusammen mit dem Lüneburger Bachorchester Beethovens 3.Klavierkonzert zu Gehör.

MARTIN KÖGEL erhielt zunächst Oboenunterricht am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium, ehe er später an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Günther Passin studierte und die dortige Meisterklasse 1995 mit Auszeichnung abschloss. Schon während seines Studiums erhielt er die erste Festanstellung als Solo-Oboist im Staatsorchester Mainz, wechselte aber nach einem Jahr zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (DSO), wo er seit 1995 als stellvertretender Solo-Oboist tätig ist. Neben seinem Orchesterengagement widmet er sich leidenschaftlich der Kammermusik. Im Jahr 2000 gründete er zusammen mit Jörg Petersen das Polyphonia Ensemble Berlin, dessen Ziel es ist, dem Publikum selten gehörte Werke in verschiedensten Kammermusikbesetzungen zu präsentieren.

HENRY PETERSEN, geboren als Sohn des Fagottisten Jörg Petersen 2003 in Hamburg, begann nach vier Jahren Klavierunterricht als Achtjähriger bei Matthias Höfele, dem Soloklarinettisten der Deutschen Oper Berlin, das Klarinettenspiel zu erlernen, bevor er 2018 als Jungstudent an die Hochschule für Musik “Hanns Eisler“ Berlin zu Prof. Ralf Forster wechselte. Von 2011 bis 2015 war er Mitglied des Kinderchores an der Deutschen Oper Berlin und wirkte dort in zahlreichen Opernproduktionen mit. Er gewann mehrere erste Bundespreise beim Wettbewerb “Jugend musiziert“ sowie einige Sonderpreise und Stipendien (Internationale Musikakademie Berlin, Live music now, Konrad-Adenauer-Stiftung, Erasmus). Mit Orchestern wie der Jungen Philharmonie Brandenburg, dem NDR-Jugendsinfonieorchester und dem Bundesjugendorchester spielte er unter namhaften Dirigenten  (Kirill Petrenko, Kent Nagano, Lothar Zagrosek u.a.) in vielen großen Konzerthäusern Deutschlands. Das Lüneburger Publikum konnte er bereits im Bundespreisträgerkonzert der Bachwoche 2020 begeistern sowie kürzlich zusammen mit dem Lüneburger Bachorchester mit Webers Klarinettenquintett.

  

GREGOR LENTJES studierte Horn in Essen und Hamburg bei Wolfgang Wilhelmi und Ab Koster. Er war zunächst Mitglied des Philharmonischen Orchesters Kiel und der Hamburger Symphoniker, bevor er 2004 in die Selbständigkeit wechselte. Gern gesehener Gast ist er bei renommierten Orchestern (Staatskapelle Schwerin, Hamburger Philharmoniker, Kammerphilharmonie Bremen, Oldenburgisches Staatsorchester sowie den Neubrandenburger Philharmonikern, den Lüneburger Sinfonikern und dem Lüneburger Bachorchester).

Der gebürtige Hamburger JÖRG PETERSEN begann seine Orchesterlaufbahn nach seinem Studium an der MHS Lübeck als Solofagottist in Flensburg, wechselte aber bald als Fagottist und Kontrafagottist zum NDR Sinfonieorchester nach Hamburg. Seit 2004 ist er als Solofagottist beim DSO Berlin engagiert. Als Solist trat er mit dem DSO, den Hamburger und den Göttinger Symphonikern auf. Seit 1999 ist er Mitglied im Bayreuther Festspielorchester und gastiert bei den großen deutschen Sinfonieorchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem NDR- und dem WDR-Sinfonieorchester. Sein besonderes Engagement gilt der Kammermusik: Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Polyphonia Ensemble Berlin und dem Fagottquartett „UnFagottable“.

                                                            

Die 1.Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ 2024  spielen anspruchsvolle Kammermusik von Bach, Beethoven,Schubert u.a. . Die jungen Musiker haben in den höheren Altersgruppen teilgenommen und schon mehrfach solistisch oder im Duo Höchstpunktzahlen beim Bundeswettbewerb erreicht.  Erstmals zu hören gibt es in diesem Jahr auch Saxophon (Daniela Melnikhova aus der Ukraine, seit 2022 Jungstudentin  in Lübeck und Trägerin des NDR-Kultur-Förderpreises) und ein Lied-Duo (Tenor Jamie Freeman und Julius Lehmann aus Geesthacht/Lüneburg, vorbereitet von Katharina Hinz, erhielten den Sonderpreis des Bundesverbandes Deutscher Gesangspädagogen). Anna und Irene Berzosa Lévano, geboren in Barcelona, ausgezeichnet mit dem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben, bekommen ihre  Ausbildung sowohl an der Musikschule Braunschweig als auch der Musikhochschule in Hannover. Magdalena Mahnke (Juniorstudentin an der Hamburger Musikhochschule) und Sophie Bergmann, die sich in diesem Jahr noch in zwei weiteren Formationen Bundespreise erspielte, erhielten den Sonderpreis der Carl-Toepfer-Stiftung und waren ebenso wie Daniela Melnikhova kürzlich in der NDR-Sendung „Podium der Jungen“ zu hören. Sie werden die eindrucksvolle 3.Sonate von Bohuslav Martinu vortragen.

Die französisch-niederländische Geigerin COSIMA SOULEZ LARIVIERE hat sich bereits einen Namen gemacht und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – dem 3. Preis beim Joseph-Joachim-Wettbewerb, dem 1. Preis beim ersten Bartók World Competition & Festival, dem 1. Preis beim Brahms-Wettbewerb und dem 3. Preis und den Bach-Preis beim Postacchini-Wettbewerb. Konzerte führten sie durch ganz Europa (Concertgebouw, Wigmore Hall, Franz-Liszt-Akademie) sowie nach Japan, Singapur und Amerika. Soulez Larivière hat ein großes Interesse an modernen und zeitgenössischen Komponisten und hat daher Werke von Pēteris Vasks, Sofia Gubaidulina, Steve Reich, Rebecca Saunders und Fazil Say aufgeführt. Darüber hinaus spielt sie gerne Kammermusik und tritt oft zusammen mit ihrem Bruder, dem Bratschisten Sào Soulez Larivière, auf. Sie hat an mehreren Festivals teilgenommen, darunter IMS Prussia Cove, Accademia Chigiana (wo sie den „Giovanni Maniezzo“ Award erhielt), Seiji Ozawa Academy, Ravinia Steans Institute, Verbier Festival Academy (wo sie den APCAV Award erhielt), Tanglewood Music Center und „Chamber Music Connects the World“ an der Kronberg Academy. Sie nahm an Meisterkursen unter anderen bei Ilya Gringolts, Ana Chumachenco und Miriam Fried teil und war von 2019 bis 2023 Teil der Accademia Stauffer (Studium bei Salvatore Accardo). Sie ist seit 2017 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und wurde zuvor von der Young Artists Foundation gGmbH (2018-2021), Live Music Now Hannover e.V. (2015-2019) und der English-Speaking Union (2015) gefördert. 2021 erhielt sie ein Stipendium der Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz. Aufgrund der Pandemie nahm sie an mehreren Streaming-Übertragungen und Konzerten teil, insbesondere an Daniel Hopes Hope@Home (Arte tv), Renaud Capuçons Beethoven-Projekt „Ludwig à Paris“ (Medici tv) und am Heidelberger Frühling Digital Festival „Lasst uns spielen!”. Soulez Larivière wurde in Paris geboren und wurde schon in jungen Jahren von Igor Volochine unterrichtet. Als sie 8 Jahre alt war, erhielt sie ein Stipendium an der YehudiMenuhin-Schule, wo sie Schülerin von Natasha Boyarsky wurde. Ihren Bachelor und Master of Music erlangte sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover bei Krzysztof Wegrzyn. Derzeit studiert sie an der Kronberg Academy (Professional Studies) bei Mihaela Martin. Als Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben wurde ihr großzügig eine Geige von Giovanni Grancino (Mailand, 1675) zur Verfügung gestellt.


JOHANNA KRUMSTROH studierte Gesang an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden und Schauspiel an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art in London. Sie spielte am Düsseldorfer Schauspielhaus unter der Intendantin Amélie Niermeyer. Weitere Engagements führten sie nach Bern, Berlin und Hamburg.  Zu einem künstlerischen Schwerpunkt haben sich Johanna Krumstrohs "LiteraturKonzerte - Sprache und Musik aufs Engste verwoben" - entwickelt. Ihr facettenreiches Repertoire beinhaltet u.a. "Zwetajewa – Skrjabin“, „Orlando – eine Zeitreise“ von V. Woolf, „Bella Chagall und Frédéric Chopin“, „Pilatus“ von F. Dürrenmatt, „Die Buddenbrooks und die Musik“ sowie „Verbundenheit mit der Welt – eine Trilogie“. Sie ist regelmäßig bei renommierten Musik- und Literaturfestivals zu Gast. Zudem liest sie für den Oetinger Verlag.                                    

MARTIN BÖCKER studierte in Herford Kirchenmusik (A-Examen) und in Arnhem/NL historische Tasteninstrumente. Von Januar 1987 bis Februar 2024 war er Kantor in Stade und Organist an den beiden historischen Orgeln. Neben den Stader Aufgaben ist er seit 1995 Orgelsachverständiger in der Elberegion Niedersachsens. Seit der Gründung der Orgelakademie Stade 2002 ist er deren künstlerischer Leiter. Als Dozent war er zunächst an der Bremer Musikhochschule tätig und lehrte zuletzt als Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg Orgelliteraturspiel, Orgelimprovisation und Orgelbaukunde. Er gab Konzerte in vielen Ländern West- und Osteuropas, Japan und Korea und war als Kursleiter und Juror an vielen Orten tätig.                                                                                                                                                                                           ZUZANA RUZICKOVA wuchs in der Tschechoslowakei der 1930er Jahre auf und träumte von zwei Dingen: Johann Sebastian Bach und dem Klavier. Doch ihre friedliche, behütete Kindheit wurde durch den Einmarsch der Nazis im Jahr 1939 jäh zerrissen. Sie wurde aus ihrer Heimat vertrieben, in vier Konzentrationslager deportiert. Sie überlebte Theresienstadt, Auschwitz, Neuengamme und Bergen-Belsen. Es ist eine Sarabande von Johann Sebastian Bach, die ihr in den Lagern das Leben rettet - sie erklingt in ihrem Kopf: „Die Nazis wissen nicht einmal, dass die Musik da ist. Sie können sie mir nicht wegnehmen. Sie gehört mir, mir allein.“ Trotz ihrer von der Zwangsarbeit zerschundenen Hände gelang es ihr nach dem Krieg - mit unglaublichem Einsatz, vollkommener Hingabe und positivem Lebenswillen - in Prag Musik zu studieren. Sie entdeckte das Cembalo für sich: „Als ich zu spielen begann, fühlte ich eine so starke Verbindung zu diesem Tasteninstrument, das Bach immer bevorzugt hatte ... es war wie nach Hause kommen.“ Mut und Leidenschaft prägten Zuzanas Leben in Unfreiheit unter dem kommunistischen System in Prag. Gestärkt durch die Liebe ihres Mannes, des tschechischen Komponisten Viktor Kalabis, wurde sie zu einer der berühmtesten Musikerinnen des 20. Jahrhunderts und zur ersten Cembalistin, die das gesamte Klavierwerk Bachs aufnahm. Zuzana Růžičková war eine Legende - nicht nur als Mensch, sondern auch als Musikerin, sie wurde gefeiert und verehrt. 2017 erschien ihr Gesamtwerk neu, am 27. September desselben Jahres starb die Grande Dame des Cembalos in Prag. Dem Lüneburger Publikum bleiben ihre wunderbaren Konzerte innerhalb der Lüneburger Bachwochen in dankbarer Erinnerung.

JULIAN EMANUEL BECKER  wurde 2005 in Hannover geboren und bereits mit 7 Jahren in die Vorklasse des Instituts zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) an die HMTM Hannover aufgenommen. Der Organist und Pianist konzertiert solistisch im Rahmen vieler internationaler Festivals wie der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (ION), dem Festival International d’Orgue Dudelange (Luxemburg) oder der Musikwoche Hitzacker sowie als Solist mit Jugend- und Studentenorchestern. Als Komponist schrieb er zudem Auftragswerke, die durch renommierte Solisten und Ensembles aufgeführt wurden. Von 2018-2021 studierte er am IFF an der HMTM Hannover Orgel und Klavier bei Ulfert Smidt und Elena Levit. Zur Zeit ist er Jungstudent im Fach Orgel bei Martin Schmeding und Thomas Lennartz und im Fach Klavier bei Jacques Ammon und Elena Levit an der HMT Leipzig und HMTM Hannover. Weitere Impulse erhielt er durch Meisterkurse bei Igor Levit, Daniel Roth und Henry Fairs. Beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert erhielt er zahlreiche erste Preise für Orgel und Klavier sowie Sonderpreise im Rahmen von WESPE für zeitgenössische Musik, Orgelimprovisation und verfemte Musik. 2019 gewann er den Internationalen Orgelwettbewerb Nordirland (NIIOC) und 2020 den 1. Preis beim Grotrian-Steinweg Klavierwettbewerb. Er ist außerdem dreimaliger Bundespreisträger beim Wettbewerb „Jugend komponiert". Darüber hinaus wurde ihm vom IFF im Rahmen seines Frühstudiums der Preis der Bruno-FreyStiftung Hannover sowie der Klaus-Ernst-Behne Preis für Mehrfachbegabungen verliehen. 2021 wurde er für die beispielhafte Interpretation eines zeitgenössischen Werks durch den Hans Sikorski-Preis in die Förderung der Deutschen Stiftung Musikleben aufgenommen. Weitere Förderung erhält er als Stipendiat der Jürgen Ponto-Stiftung und der Stiftung Jugend musiziert Niedersachsen. Als jüngster Preisträger der  internationalen Orgelwettbewerbe St Albans 2023 gewann er 2024 den Bachpreis der Stadt Wiesbaden.

VALERIJ PETASCH, Sohn eines deutschstämmigen Pianisten und Musikwissenschaftlers, verließ das Moskauer Tschaikowski-Konservatorium mit höchster Auszeichnung. Seine Musikerlaufbahn begann als Dozent in Frunse (Kirgisien) und als Klaviersolist verschiedener Orchester. Es folgte das Diplom der Assistentur am Tschaikowski-Konservatorium und eine Zwischenzeit als Begleiter berühmter Sänger und Instrumentalisten in Moskau. Danach entschloss sich Valerij Petasch für eine solistische Laufbahn, und gleichzeitig begann seine Zeit als Komponist. Deutsche Experten hörten den Pianisten und Komponisten konzertant in Moskau, was eine spontane Einladung nach Deutschland zur Folge hatte. Damit öffnete sich dem Künstler das Tor zum Westen. Inzwischen führten Valerij Petasch Konzertreisen durch die Bundesrepublik Deutschland und die angrenzenden europäischen Länder sowie auf andere Kontinente. Ob  er in der Berliner Philharmonie konzertierte (mit Live-Mitschnitt seiner ersten CD auf deutschem Boden), ob er eingeladen war als Klaviersolist der Philharmonie Hungarica unter Georg Alexander Albrecht, ob er in die griechischen Städte Zyperns eingeladen war, das musikalische Erbe des großen griechischen Komponisten Nicolas Economou vorzustellen, ob er auf Mauritius die größten Internationalen Musikwettbewerbe eröffnete, auf der MS Deutschland, dem „Traumschiff“, rund um Südamerika für das Bordprogramm „Classic“ zuständig war oder die „Schubertiade Luxembourg“ 2006 und 2008 eröffnen durfte - überall wurde der Künstler euphorisch gefeiert. Für „herausragende Chopin-Interpretation“wurde Valerij Petasch mit der Ehrenmitgliedschaft der weltumspannenden Chopin-Society „Polonia“ ausgezeichnet. Seit 2000  leitet er an der Universität Ulm die Meisterklasse Klavier. Sämtliche CDs von Valerij Petasch sind mit eigenen Zeichnungen illustriert. Eine Doppel-CD erschien im August 2006, u.a. mit einem Live-Mitschnitt aus der „Schubertiade Luxembourg 2006“. Eine Single-CD hat Valerij Petasch ausschließlich aus seinem immer umfangreicher werdenden Repertoire an Eigenkompositionen eingespielt. Im Jahr 2010 sind zwei weitere CDs erschienen,  eine davon mit Werken zu vier Händen. Sein Klavierpartner ist Uli Schinkmann, einer seiner Studenten.

                                              NICOLE PIEPER studierte an der Detmolder Musikhochschule bei Gerhild Romberger und Thomas Quasthoff.Private Studien und Meisterkurse bei Juliane Banse, Christa Ludwig, Dietrich Fischer-Dieskau und Christoph Prégardien gaben ihr wichtige Impulse. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit Kammersänger Harald Stamm. Zahlreiche Engagements führten sie in renommierte Konzertsäle Europas, Russlands und Südamerikas, so z.B. in das Gewandhaus zu Leipzig, das Festspielhaus Baden-Baden, die Alte Oper Frankfurt, die Philharmonie in St. Petersburg und Danzig, die Hamburger Elbphilharmonie und Laeiszhalle, in die Staatsoper Hannover und zu internationalen Festivals wie dem Bachfest Leipzig, den Göttinger Händelfestspielen, dem MDR Musiksommer, der Bachwoche Ansbach, den Würzburger Bachtagen und den Brühler Schlosskonzerten. Ihre Konzertaktivität umfasst zahlreiche Auftritte mit namhaften Klangkörpern wie dem Thomanerchor, dem Gewandhausorchester, dem State Hermitage Orchestra, dem Niedersächsischen Staatsorchester, dem MDR Sinfonieorchester, dem Kölner Kammerorchester und Kölner Bach-Verein. Nicole Pieper wirkte bei zahlreichen Rundfunkproduktionen mit (u.a. NDR, MDR, SWR, WDR, ORF). Ihre Diskographie ist vielfältig und reicht u.a. von erstmals eingespielten Weihnachtskantaten von Telemann (cpo) über die Johannes-Passion aus der Dresdner Frauenkirche (berlin classics) bis hin zu eigens für sie komponierten Stücken des Komponisten Prof. Martin Christoph Redel (Genuin).                                                                                                                                                                                  

THOMAS ROHDE war 9 Jahre lang Mitglied im Knabenchor „Unser Lieben Frauen“ in Bremen. Sein Oboenstudium absolvierte er bei Wolfgang Hoth in Bremen und Winfried Liebermann in Hamburg. Als 20-Jähriger wurde er am Nationaltheater Mannheim als Solo-Oboist engagiert.1988 kam er als Solooboist an das Philharmonische Staatsorchester HamburgRohde erhielt1995 den Eduard-Söring-Preis. Er war 1997 Mitglied des von Seiji Ozawa gegründeten Saito-Kinen-Orchesters. Seit 1998 spielte er mehrfach im Bayreuther Festspielorchester mit, war als Gast in vielen Orchestern tätig (Bayerisches NationaltheaterStaatsoper BerlinDeutsche Oper BerlinBamberger SymphonikerMünchner Philharmoniker) und spielte unter namhaften Dirigenten: Zubin MehtaLorin MaazelJames LevineChristian ThielemannGary BertiniChristoph EschenbachSimone YoungKent NaganoKyrill Petrenko Er führt regelmäßig Meisterkurse in Asien und unterrichtet eine Oboenklasse am Hamburger Konservatorium. Auch hat er einige CD-Einspielungen von Solo-Konzerten und Kammermusik aufgenommen.

MANFRED SEER,  Soloflötist der Lüneburger Symphoniker von 1981-2023, studierte an der Musikhochschule des Saarlandes in Saarbrücken bei Kurt Cromm und am Münchener Richard-Strauss-Konservatorium bei Dr. Jochen Gärtner. Interpretations- und Kammermusikkurse bei Andras Adorjan, Gustav Scheck, Peter Lukas Graf, William Bennett, André Jaunet und Toke Lund Christiansen ergänzten sein Studium. Neben der Orchestertätigkeit widmet er sich intensiv der Kammermusik und war schon wiederholt solistisch mit dem Lüneburger Bachorchester in Kloster Lüne zu hören. Pädagogisch ist er  an der Musikschule Lüneburg sowie an der Wilhelm-Raabe-Schule im Rahmen der Bläserklassen tätig.  

LEONIE HARTMANN studierte in Hannover und Düsseldorf. Sie ist Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz und des Amonta-Quartetts. In CD-Einspielungen des Lüneburger Bachorchesters und des Nay-Trios ist sie solistisch und als Kammermusikerin zu hören. Konzertreisen führten sie wiederholt in die USA und nach Italien zu  Kammermusikfestivals. Als Konzertmeisterin leitet sie die Konzerte des Lüneburger Bachorchesters. 

PAUL SCHMIDT studierte Cembalo bei Prof. Menno van Delft und Prof.Carsten Lohff in Hamburg. Seit 2018 spielt er das Continuo-Cembalo im Lüneburger Bachorchester und war auch bereits mehrmals in der Klosterkirche Lüne als Solist zu hören (5.Brandenburgisches Konzert und d-Moll-Cembalokonzert) .